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[SSCMM] Briefe an den Weihnachtsmann: „Klaus“

Eigentlich stecken wir schon mittendrin, in der Weihnachtszeit. Die Regale in den Supermärkten sind gefüllt mit Lebkuchen, Dominosteinen und Glühwein. Also ist es auch Zeit sich in die wunderbare Welt der Weihnachtsfilme zu begeben und genau deshalb startet genau heute meine weihnachtliche Reihe „Santa Sandras Christmas Movie Mania“. Und ich glaube der Name verrät schon eindringlich, worum es geht. Jeden Freitag, so der Plan, möchte ich euch einen Weihnachtsfilm empfehlen. Und bereits heute starten wir mit einem kleinen Diamonden: „Klaus“.

 

Die Handlung

Jesper ist der Sohn des Postchefs und absolut faul. Obwohl ihm sein Vater versucht zu unterstützen liebt er sein bequemes Leben und echauffiert sich lieber über fehlende Croutons zur Suppe, statt wirklich Leistung zu zeigen. Als letzte Chance auf Besserung schickt der Vater den Sohn auf die nördlichste Insel im Lande mit der Wohl unmöglichsten Aufgabe, nämlich 6000 Briefe in einem Jahr abzufertigen. Doch „Zwietrachting“, so heißt der beschauliche Ort, bietet dafür wenig Potenzial. Die Einwohner sind weder an Briefen, noch anderen positiven Dingen interessiert, viel mehr herrscht hier eine seit Jahrzehnten dauernde Fehde zwischen zwei rivalisierenden Filmen. Doch wie spielt hier eigentlich Klaus hinein? Nun ja, er ist so etwas wie der Retter mit der richtigen Begabung. In einem letzten Versuch doch noch Briefe zu versenden besucht Jesper Klaus in seiner entfernten Hütte. Und dann ist es fast schon wie Magie, wie sich die weitere Geschichte hinfort spannt und wir erfahren, wie der Ursprung von Weihnachten aussieht.

Szene aus Klaus mit Jesper und Margu – Copyright by Netflix

Filmliebe pur

Ich glaube das Geheimnis des Erfolgs von „Klaus“ liegt darin, dass der Regisseur Sergio Pablos einen unglaublich guten Mix aus Humor und Tiefgründigkeit auf die Leinwand bringt. Wirkt die erste Hälfte noch wie ein lustiger Animatiosnfilm rund um einen faulen Taugenichts namens Jesper, welcher als Strafe an den wohl schrecklichen Ort der Welt gelangt. So schafft es der zweite Teil mit dem Auftauchen von Klaus eine Liebenswürdigkeit zu erzeugen, die niemanden unberührt lässt. Die einzelnen kleinen Handlungsstränge fließen zusammen und bilden damit ein Gerüst der Liebe, Freundschaft und Weihnachtlichkeit. Alle Figuren, ob nun die verzweifelte, jähzornige Lehrerin Alva oder das zuckersüße Samin Margu, bleiben nie lose in ihrer Geschichte hängen, sie sind Teil des Ganzen und machen aus diesem Animationsfilm ein echtes Highlight. 

Mein ganz persönliches Highlight in dieser Geschichte ist Margu. Sie ist eine junge Samin, welche wir zunächst gar nicht verstehen und dennoch schafft sie es uns in ihren Bann zu ziehen und sehr tiefgründige Gespräche mit Jesper zu führen. Im übrigen ist es auch eine ihrer Szenen, welche mich immer wieder zum weinen bringt, nicht vor Traurigkeit, sondern vor Rührung. Sie ist der geheime Star.

Doch die wohl größten Verwandlungen durchlaufen Jesper und Klaus. Als ungleiches Duo, die den Kindern Freude bringen wollen, wenn auch aus ganz unterschiedlichen Gründen, beginnen sie ihre Geschichte, doch sie lernen mit jeder Auslieferung und jedem neuen Puzzlestück, dass man die Vergangenheit zwar nicht ändern kann, aber die Zukunft ungeschrieben ist. Sei es nun Klaus, der den Verlust seiner geliebten Frau nie verwunden hat und dem es schwer fällt zu Menschen Kontakt zu schließen, oder Klaus, welche aus Eigennutz die Spielzeuge an die Kinder liefert, nur um endlich wieder in Papas Schoß zurückkehren zu können. Beide sind einzigartige Charaktere und beweisen, das die Magie von Weihnachten jeden Menschen berührt. 

 

 

Fazit

Nicht ohne Grund habe ich bereits zu Beginn vorausgeworfen, dass „Klaus“ ein echter Diamant ist. Es kommt mir so vor, als würde es diesen Film schon ewig geben, dabei ist er erst ein Jahr alt. Doch die Geschichte, die Figuren und die Zeichnungen sind so prägend, dass man sich selbst Monate später noch an so viele traurige, aber auch witzige Szenen erinnert. Dieser Film ist ein perfekter Familienfilm zu Weihnachten und ich finde jeder sollte „Klaus“ auf seine „Watchlist“ in diesem Jahr setzen.

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