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Buchrezension

[Rezension] Amy und die geheime Bibliothek – Alan Gratz

Titel: Amy und die geheime Bibliothek
Autor: Alan Gratz
Seitenzahl: 248
Verlag: Hanser
Originaltitel: Ban this Book
Übersetzer: Meritxell Janina Piel



Amy liebt Bücher und ist Stammgast in der Schulbibliothek. Eines Morgens, als sie wieder einmal ihr Lieblingsbuch ausleihen will, ist es nicht im Regal. Es wurde verbannt wegen des angeblich schwierigen Inhalts für Kinder. Amy kann es nicht fassen und zum ersten Mal im Leben muss sie ihre Stimme erheben und eine Rebellion beginnen. Doch kann sie das wirklich?

 

„Amy und die geheime Bibliothek“ hat mich bereits mit seinem Cover verzaubert und natürlich wollte ich sofort wissen was es mit den verbannten Büchern auf sich hat. Und natürlich wie Amy es schaffen würde dem einen Riegel vorzusetzen. Dabei wirkt Amy zunächst gar nicht wie eine Heldin. Sie ist introvertiert, bevorzugt die Gesellschaft von Büchern gegenüber Menschen und fühlt sich innerhalb ihrer Familie nicht verstanden und benachteiligt. Insgesamt also jede Mengen Potential von Alan Gratz um seine Protagonistin sich entwickeln zu lassen und ich bin so froh, dass er dies vollkommen ausschöpft.

 

„Gute Bücher sollten nicht versteckt werden. Sie sollten so oft wie möglich und von so vielen Kindern wie möglich gelesen werden.“

„Amy und die geheime Bibliothek“ – Alan Gratz – Seite 60

 

Wie schon angedeutet ist „Amy und die geheime Bibliothek“ ein fabelhaftes Kinderbuch, welches in der Entwicklung der jungen Amy wunderbar zeigt, dass man auch in kleinen Schritten über sich hinaus wachsen kann, ohne dabei andere zu verletzen, sondern sich einfach für die wichtigen Dinge des Herzens einzusetzen. Amy liebt Bücher, jeder weiß das, und somit erhebt sie ihre Stimme als es darum geht, dass ihr diese Liebe womöglich genommen wird. Das sie dies zunächst still tut und nur schrittweise über sich hinaus wächst, macht es nur realistisch. Besonders berührend fand ich, wie sich Amy auch gegenüber ihrer Familie behauptet und endlich anspricht was sie fühlt und nicht ständig alles hinunter schluckt. Und dennoch schafft Alan Gratz hier den schmalen Grad, dass Amy sich nicht komplett der elterlichen Erziehung entzieht, sondern die neu gesetzten Grenzen akzeptiert. 

 

Dieses Kinderbuch hat mich absolut verzaubert und am liebsten möchte ich es direkt nochmal lesen. Auch wenn man glaubt, man mag keine Kinderbücher, lege ich euch dieses ans Herz, denn es ist auf so vielen Ebenen sprachlich und inhaltlich wertvoll. Alan Gratz schreibt in einfachen und dennoch tiefgründigen Worten wie Kinder denken und das sie eben nicht nur Kinder sind, sondern kleine Menschen mit Meinungen, Gefühlen und Zielen. 

 

 

Fazit:

Von mir gibt es ganz viel Liebe für dieses Buch. Alan Gratz „Amy und die geheime Bibliothek“ ist zu recht prämiert und beliebt bei vielen Lesern. Falls ihr dieses Schmuckstück zwischen zwei Buchdeckeln noch nicht kennt, dann lest zumindest in die Leseprobe und lasst euch verzaubern. Für mich ist es eines der Highlights in diesem Jahr.

 


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1 Comment

  • Reply Tina

    Liebe Sandra,

    na da werd ich das mal auf die Wunschliste schieben, net wahr? Klingt wirklich super.
    Solche Kinderbücher gehen doch wirklich immer.

    Liebe Grüße
    Tina

    November 21, 2020 at 11:04 am
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