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Buchrezension

[Rezension] Clean – Juno Dawson

Titel: Clean
Autorin: Juno Dawson
Seitenzahl: 400
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Clean
Übersetzerin: Christel Kröning

Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

 

Lexi ist 17 und eine reiche Hotelerbin. Sie muss sich eigentlich um nichts Sorgen machen, und genau so lebt sie auch. Von der Schule ist sie geflogen, doch statt sich neue Ziele zu suchen landet sie im Drogensumpf und damit letztendlich nach einer Überdosis in einer Entzugsklinik. Doch die Clarita-Klinik ist nicht irgendeine Einrichtung. Auf einer abgelegenen Insel und nur per Fähre erreichbar, können hier die Süchtigen in purem Luxus den Entzug durchlaufen. Doch ist Lexi überhaupt bereit dafür?

 

 

Als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, dachte ich eher an einer Story wie in „Gossip Girl“, doch ich wurde positiv überrascht. Lexi ist anfangs verständlicherweise egoistisch und sieht bei sich selbst gar kein Problem. Und demzufolge benötigt sie natürlich auch keinerlei Entzug, die paar Drogen, die sie konsumiert, sind doch kein Problem, oder? Junkies sind doch die obdachlosen Menschen, welche sich prostituieren für einen Schuss, dazu zählt Lexi sich nicht, sie hat die totale Kontrolle. Erst bei ihrem kalten Entzug muss Lexi erkennen, dass dem nicht so ist. Ihr Körper zeigt ihr auf eindrucksvolle Weise, wie sehr sie ihm geschadet hat und Juno Dawson nimmt hier kein Blatt vor den Mund und beschreibt schonungslos alles. 

 

 

„Clean“ ist komplett aus Lexis Sicht geschrieben, dennoch lernen wir durch ihre Augen auch die anderen Patienten der Clarity-Klinik kennen. Und auch hier könnte die Facette nicht größer sein in Bezug auf Heftigkeit der Erkrankungen und Suchterfahrungen. Die Dynamik zwischen den Patienten ist stets eine Palette zwischen liebevoll und gereizt, was sehr gut passt, denn wir sprechen hier meistens von jungen Menschen die bereits Suchterfahrungen gemacht haben und oftmals aus reichem Hause kommen. Auch der Tod macht nicht Stopp vor der Clarity-Klinik, ebenso wie die Liebe. 

 

 

Der Spannungsbogen scheint niedrig, denn Lexi ist bereits auf den ersten schon in der Klinik, dennoch schlecht sich ganz leise eine Spannung ein und man will das Buch nicht weglegen. Gerade zum Ende gibt es noch jede Menge Tiefschläge und Einsichten, welche Lexi durchlaufen muss, um den richtigen Schritt zu gehen. Damit schafft Lexi etwas, was viele nicht schaffen, sie durchläuft eine komplette Entwicklung zum besseren und wandelt sich als Protagonistin um 180 Grad.

 

 

 

Fazit:

„Clean“ lag eindeutige zu lange auf meiner Leseliste, denn es ist ein sehr spezielles, ehrliches und heftiges Buch mit Themen wie Sucht, Drogen, Sex, Magersucht und Co. Juno Dawson schafft mit Lexi eine Figur, welche uns zu Beginn absolut unsympathisch ist, es aber innerhalb der Clarity-Klinik schafft, einen Wandel zu durchlaufen und sich selbst zu reflektieren. Ein wirklich tolles Buch mit einer wahren und wichtigen Message.

 

 

 

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