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Buchrezension

[Rezension] Die verschwundene Braut – Bella Ellis

Titel: Die verschwundene Braut
Autorin: Bella Ellis
Seitenzahl: 384
Verlag: Pendo
Originaltitel: Kathi Linden
Übersetzerin: The Vanished Bride

Vielen Dank an den Piper-Verlag für das Zusenden des Leseexemplares!

In Chester Grange ereignete sich 1845 ein grausames Verbrechen, als das Hausmädchen an einem Morgen das Schlafzimmer der jungen Dame des Hauses aufsucht und dort nur Verwüstung, ein leeres Bett und jede Menge Blut vorfindet. Der Schock ist riesig und es beginnt eine Suche nach der jungen Elizabeth Honeychurch. Was kann nur passiert sein?

Die Brontë-Schwestern ermitteln in ihrem aller ersten Fall. Zwar sind sie die Töchter eines Pfarrers, aber sie schrecken nicht davor zurück sich selbstständig auf die Suche zu gehen. Das ihre alte Freundin Matilda French zudem das verwüstete Zimmer gefunden hat, veranlasst vor allem Charlotte sich den Fall näher anzusehen. Natürlich können sie zur damaligen Zeit nur verdeckt und mit Vorwand ermitteln, und so gründen sie inoffiziell die Bell Company. Zum Kriminalfall selbst möchte ich nicht. zu viel schreiben, es gibt ein paar kleine Wendungen, schaurige Stellen und ein nettes Finale, dass sich jedoch fast erahnen lässt.

Viele interessante fand ich die vielen gut recherchierten Fakten zu den Brontë-Schwestern. Dies beginnt bereits beim Pseudonym der Autorin: Bella Ellis. Es ist angelehnt an das frühere Pseudonym von Emily Brontë Ellis Bell und verbindet sich damit auch zur Bell Company im Buch. Ich mag es, dass hier die Grenze zwischen fiktiver Geschichte und Realität verschwimmt. Die Autorin hat hier wirklich tolle Arbeit geleistet und neben der eigentlichen Story auch die Brontë-Schwestern dem Leser viel näher gebracht. Außerdem fängt sie wunderbar das Gefühl der Zeit ein und macht deutlich, wie wenig Frauen damals durften und wie sehr die Brontë-Schwestern hier auf einem schmalen Grad agieren, obwohl es nicht so sein sollte.

So sehr mir der historische Hintergrund und die Brontë-Schwestern als Protagonisten mit ihren kleinen Anspielungen und ihrer Beziehung untereinander gefallen haben, muss ich leider sagen, dass der eigentliche Kriminalfall nie so richtig in Fahrt kommt. Es kommt zwar Spannung auf, aber selten, dass ich mich kaum losreißen konnte. Hier hatte ich mir etwas mehr erhofft, ausreichend Potenzial war auf jeden Fall da.

 

Fazit:

Ein toller Handlungsrahmen, mit intelligenten und toll gewählten Protagonisten, die leider in einem nicht ganz so spannenden Kriminalfall ermitteln. Nachdem ich doch sehr gehypt war durch die tolle Wahl der Protagonisten waren meine Hoffnungen vermutlich höher als gedacht. Und auch wenn aus meiner Sicht mehr Spannung der Story gut getan hätte, glaube ich, dass ich schon allein wegen Charlotte, Emily und Anne den nächsten Band lesen würde.

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