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Buchrezension

[Rezension] Schnell.liebig – Lina Mallon

Titel: Schnell.liebig
Autorin: Lina Mallon
Seitenzahl: 240
Verlag: Eden books

Am Anfang steht Lina Mallon in einer leeren Wohnung. Die Trennung von ihrem langjährigen Freund stellt sie vor die Frage, wie es weitergehen soll. Und dabei stürzt sie sich in das Abenteuer Dates, Freundschaft plus und Verliebtheit, ohne Netz oder doppelten Boden. Und an ihren Geschichten lässt sie uns in „Schnell.liebig“ teilhaben.

 

Ich bin eher durch Zufall auf das Buch von Lina Mallon aufmerksam geworden und habe es nachdem die Geschäfte wieder auf hatten endlich im Buchladen entdeckt. Meine Erwartungen war nicht sehr hoch, ich dachte an unterhaltsame Geschichten eines Single, der probiert in der Generation „Beziehungsunfähig“, die Liebe zu finden und eine Beziehung zu führen. Und niemals hätte ich gedacht, dass mich dieses Buch so sehr mitnehmen würde.

Lina Mallon hat aus meiner Sicht ein tolles Feingefühl dafür, die Leser an ihren Geschichten teilhaben zu lassen und dabei ganz nebenbei Lebensweisheiten mit uns zu teilen. Und diese könnten nicht ehrlicher und direkter sein. Natürlich gibt es neben Humor und der ein oder anderen witzigen Situation auch schmerzhafte Momente, denn selbst wenn man Single ist, macht die Liebe nicht halt vor einem. Ich konnte mit jedem Kapitel, mit der jeder Geschichte von Lina mitfühlen und gerade unsere Generation scheint wirklich ein anderes Beziehungsmodell zu verfolgen. Statt „was sich ewig binde“ ist eher ein „mal so für nebenbei, aber eher ungebunden“, und mitten in diesem Dschungel ist Lina Mallon und jeder andere Single.

„Schnell.liebig“ ist autobiografisch, aber dennoch wie ein Ratgeber um sich selber wiederzufinden, denn bevor wir uns in eine Beziehung stürzen, müssen wir mit uns selbst zurechtkommen. Wir können nicht lieben, ohne uns selbst zu lieben, und genau diese Message möchte Lina Mallon am Ende des Buches übermitteln. Dabei wird deutlich, dass ein Beziehungsstaus nicht den Menschen definieren sollte, dass wir nicht nur die eine große Liebe haben, sondern Liebe überall in jeder Intensität und zwischen den unterschiedlichsten Menschen zu finden ist. Dabei ist sie immer wertvoll, denn jeder Funken Liebe erfüllt uns, egal woher wir ihn erhalten. 

 

 

Fazit:

Dieses Buch hat mir viel mehr gegeben als ich gedacht hätte. Lina Mallon ist eine tolle Geschichtenerzählerin und ihr autobiografischer Text ist voll von Wahrheit, Liebe und Humor. Es fällt schwer, dass Buch wegzulegen und am Ende will man mehr Stories hören, man versteht, was die Autorin über Liebe, Freundschaft und alles dazwischen erzählt. Und vielleicht ist die Generation „Beziehungsunfähig“ doch nicht ganz verloren, wenn sie erkennt, wie und wo man Liebe überall finden kann.

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1 Comment

  • Reply Lisa

    Huhu liebe Sandra,
    ich glaube das Buch hätte ich vor einigen Jahren gut gebrauchen können, als ich selbst in einem Chaos aus Freundschaft, F+ und Liebe(skummer) hing. Heute ist das nicht mehr ganz mein Thema, interessant klingt dein Buch dennoch!

    Liebe Grüße
    Lisa von lieschenliest.de

    September 27, 2020 at 4:51 pm
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