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Buchrezension

[Rezension] Midnight Chronicles: Schattenblick – Bianca Iosivoni, Laura Kneidl

Titel: Midnight Chronicles – Schattenblick
Autorinnen: Bianca Iosivoni, Laura Kneidl
Seitenzahl: 448
Verlag: Lyx

Vielen Dank an den Lyx-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Roxy hat nur eine Mission, sie muss 449 Seelen in 449 Tagen in die Unterwelt zurückschicken, so hat es ihr der Todeszone aufgetragen. Ihre Mission, die eigentlich eine Strafe ist, scheint aussichtslos. Als dann auch noch Shaw, ein Unbekannter mit Gedächtnisverlust, in ihr Leben tritt, wird alles komplizierter und prickelnder. Doch plötzlich ist die Gefahr ganz nah und Roxy muss sich ihrer Vergangenheit stellen. 

Roxy und Finn sind Kampfpartner, sie ist eine freie Huntress mit magischem Talent und er ein Grim Hunter, also ein tolles Duo. Er kennt Roxys Mission der 449 Seelen und versucht ihr zu helfen. Während Roxy sehr abweisend und bissig wirkt, insgeheim aber ein toller Mensch mit einer Liebe zum Dessert ist, ist Finn irgendwie das Gegenteil davon. Er wirkte auf mich immer warmherzig und unheimlich attraktiv, was auch alle Frauen in seiner Umgebung bemerken. Die Chemie zwischen den beiden passt für mich von Anfang an. Auf einen ihrer Streifzüge begegnen sie einem sehr mächtigen Geist, welcher sich eines jungen Mannes bemächtigt hat. Zwar können die beiden den Geist vertreiben, aber der junge Mann kann nur knapp gerettet werden.

Es handelt sich dabei Shaw, welcher mit Gedächtnisverlust im Institut der Hunter von London aufwacht. Er kann sprechen, versteht englisch und weiß wie Welt funktioniert, doch seine Vergangenheit und sein Name sind wie ausgelöscht. Ich fand es unglaublich spannend mit Shaw zusammen zu entdecken, woran er sich noch erinnert, was sein Muskelgedächtnis noch gespeichert hatte und wie er auf die Welt reagiert. Natürlich sind die Spannungen zwischen ihm und Roxy sehr unterhaltsam und sorgen für einige innige und interessante Momente. Die einzelnen Kapitel sind entweder aus der Sicht von Roxy oder Shaw geschrieben, wobei mir Shaws Kapitel fast noch besser gefallen haben.

Der wohl größte Pluspunkt für „Midnight Chronicles“ ist aus meiner Sicht, die wenigen Protagonisten, welche notwendig sind, um eine spannende Geschichte aufzubauen. In einer fantastischen Welt kann es schnell passieren, dass wir eine ganze Reihe von Charakteren vorgestellt bekommen, deren Namen und Eigenschaften wir irgendwann nicht mehr auseinander halten können. Bianca Iosivoni ist hier auf einem einfacheren Weg unterwegs und ich mag es total. Zudem gibt es ein Personenverzeichnis am Ende des Buches, wo auch die verschiedenen Hunter-Arten erklärt werden. „Midnight Chronicles“ ist sehr kurzweilig, die Spannung steigt und es gibt die ein oder andere Wendung, welche man nicht unbedingt kommen sieht. Insgesamt hat das Lesen wirklich Spaß gemacht und die Vorfreude vor den kommenden Band ist auf jeden Fall groß.

 

Fazit:

„Midnight Chronicles“ ist ein gelungener fantastischer Reihenauftakt, der mit einigen „Buffy“-Vibes daher kommt und dank einem gut durchdachten, kleinen Personenkreis den Leser nicht erschlägt. Ich mochte die Geschichte, es gibt einige Spannungen und der Schreibstil von Bianca Iosivoni ist gewohnt gelungen. Von mir gibt es kleine Leseempfehlung für alle Fans von Urban Fantasy und fantastischen Geschichten.

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1 Comment

  • Reply Tina

    Liebe Sandra,

    das ist ein echter Pluspunkt in der Welt und diversen Charaktervorstellungen nicht unter zu gehen. Der neue Maas soll ja voll davon sein…
    Von daher echt cool. Und trotzdem, momentan komm ich an urban Fantasy ala Buffy oder Shadow hunters nicht ran. Ein wenig schade.

    Liebe Grüße
    Tina

    Oktober 11, 2020 at 4:07 pm
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