Buchrezension

[Rezension] The Second Princess – Christina Hiemer

April 5, 2021

Titel: The Second Princess – Vulkanherz
Autorin: Christina Hiemer
Seitenzahl: 416
Verlag: Carlsen



Vielen Dank an den Carlsen-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Seit Jahrhunderten herrscht auf der Vulkaninsel St. Lucien ein Matriarchat der Bell-Frauen. Die Krone wird dabei von Generation zu Generation an die älteste Schwester übergeben, wobei es der zweiten Schwester zufällt das Familiengeheimnis rund um die Insel zu verwahren. Saphina ist die dritte der Schwestern und führt damit ein eigentlich recht langweiliges Leben, bis sich die Ereignisse überschlagen und sie unverhofft Verantwortung übernehmen muss.

 

 

Bereits in der Programmvorschau war ich neugierig auf diesen Fantasy-Roman mit eindeutiger weiblicher Macht. Bereits das düster gehaltene Cover lässt erahnen, dass es sich hierbei nicht um eine romantische Liebesgeschichte in einem königlichen Palast handelt. Viel mehr geht es um düstere Geheimnisse, finstere Gestalten und Verrat. Diesen Mix fand ich besonders spannend, schließlich muss eine Prinzessinnen-Geschichte nicht voll von Tüll und Glitzer sein. 

 

Saphina ist die jüngste von drei Schwestern und lebt ein relativ unbeschwertes Leben. Und ich finde, dass spiegelt sich auch in ihrer Art wider. Sie ist zwar extrovertiert in ihrem Auftreten, dennoch immer eine Spur zu naiv und damit stolpert sie von einem Problem ins andere, wobei sie natürlich nicht für alles verantwortlich ist. Dennoch wirkt Saphina sympathisch, eben weil sie durch ihr Auftreten realistisch wirkt. Sie ist jung und musste bisher keinerlei Verantwortung tragen, als dann all die Probleme über sie zusammen brechen, kann sie nicht klar denken und dann handelt man überstürzt.

 

Ihr gegenüber steht Dante, der Freund ihrer Schwester, welcher mich richtig viele Nerven gekostet hat. Dante ist in seinem Auftreten nicht kontinuierlich, das bedeutet, er ist weder ein Bodyguard oder ein Bösewicht, dennoch hat er immer wieder sie Züge von diesen in sich. Er begleitet Saphina bei ihrer neuen Aufgabe und soll sie zu dem beschützen, was er mal gut oder weniger gut macht. Dennoch kann auch er sie nicht davor beschützen die falschen Entscheidungen zu treffen.

 

Es kommt natürlich zu einem spannenden Finale, mit dem man zu Beginn definitiv nicht rechnet. Das ist etwas, was mir an dem Buch besonders viel Spaß gemacht hat, man wurde immer wieder auf falsche Fährten gelockt und hätte nicht gedacht, dass am Ende ein solches Abenteuer wartet. Dennoch muss ich gestehen, dass man dadurch auch immer mal wieder den roten Faden verloren hat. Ich wusste zwischendurch nicht, wohin mich die Geschichte bringen möchte, was dann natürlich für die Spannung nicht hilfreich war. Insgesamt hat der gelungene Schreibstil über diese Passagen sehr gut hinweggeholfen, wodurch am Ende ein Buch entstanden ist, welches ich gern gelesen habe und deren Ende mich in manchen Punkten überraschen konnte.

 

 

Fazit:

„The Second Princess“ ist ein royaler Roman der anderen Art. Es geht hier nicht um Glitzer und tolle Ballkleider, also vielleicht nur ein kleines bisschen, dafür geht es viel mehr um düstere Familiengeheimnisse und einer Mission, die eigentlich unmöglich erscheint. Obwohl mir die Charaktere durch ihre realistische Darstellung gefallen haben, muss ich in der Kritik doch Abzüge machen, denn leider ging mir ab und an der rote Faden verloren, was sich dann negativ auf die Spannung ausgewirkt hat.

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  1. Hi Sandra,

    der Typ klingt irgendwie nach nicht Fisch und nicht Fleisch. *lach Ich glaube dir, dass der dich Nerven gekostet hat.

    Ausschweifungen in der Storyline können cool sein (ich sag nur unsere Krähen), aber sie sollten gut mit der eigentlichen Handlung verwoben werden. Vielleicht wird der Autorin das beim nächsten Mal gelingen.

    Liebe Grüße
    Tina

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