Buchrezension

[Rezension] Crave – Tracy Wolff

März 10, 2022

Titel: Crave
Autorin: Tracy Wolff
Seitenzahl: 688
Verlag: dtv
Originaltitel: Crave
Übersetzerin: Katarina Ganslandt



Grace muss nach einem schweren Schicksalsschlag ans buchstäbliche Ende der Welt, nach Alaska in die totale Wildnis. Die Katmere Academy wird von ihrem Onkel geführt und genau hier soll Grace ihr Leben fortsetzen und ankommen. Doch etwas stimmt an diesem besonderen Internat nicht, und schneller als Grace lieb ist muss sie um ihr Leben bangen. Zum Glück ist da Jaxon Vega, der Badboy der Schule, der ihr ordentlich den Kopf verdreht, aber auch ein Geheimnis mit sich trägt. Was steckt hinter der Fassade von Katmere Academy?

 

Am Ende des letzten Jahres führte kein Weg an dem Auftaktband von Tracey Wolffs Katmere-Reihe vorbei. Dabei konnten die Meinungen zu diesem ersten Band nicht unterschiedlicher sein, und natürlich wurde dadurch meine Neugier noch mehr geweckt. Wie konnte ein Buch die Welt der Buchmenschen so sehr scheiden? Und ihr ahnt es schon, ich musste es dann natürlich auch lesen, ich wollte unbedingt wissen, was dran ist an dieser Geschichte.

 

Der Einstieg ist direkt heftig, denn wir werden als Leser*innen, ähnlich wie Grace, direkt nach Alaske verfrachtet und müssen mit der Situation zurechtkommen. Grace hat es durch den schockierenden Verlust ihrer Eltern nicht leicht und muss dennoch wieder zurück ins Leben zu finden. Auf den ersten Blick scheint ein Wechsel des Wohnortes und der damit verbundene Neubeginn eine gute Idee, doch schnell wird Grace klar, dass Katmere Academy ein vollkommen anderes Internat ist als sie dachte. Alle um sie herum verhalten sich seltsam und scheinen auch oftmals kurz davor das Geheimnis auszuplappern. Die Katmere Academy ist als Setting etwas bekanntes – verzauberte Internate mit Geheimnissen kennt man als Leser*in ja bereits – aber auch etwas neues und geheimnisvolles. 

 

Wenige Augenblicke nach ihrer Ankunft lernt Grace Jaxon kennen. Sofort ist eine Anziehung zwischen den beiden spürbar und Jaxon erfüllt mit seinen Blicken und Worten das Klischee des Bad Boy perfekt. Zwischen den beiden, und das ahnt man bereits auf den ersten Seiten, geht es rund, und ich glaube gerade jüngere Leser*innen werden sich da direkt wiederfinden, aber auch „alte Hasen“ können sich hier teilweise ein Kichern nicht verkneifen.  Ganz allgemein bedient sich „Crave“ dem ein oder anderen Klischee und die Twilight-Vibes sind beim Lesen wirklich heftig, aber ich glaube, wer das Buch verfolgt in den sozialen Medien und den Klappentext liest, der weiß ganz genau, was zu erwarten ist. An der ein oder anderen Stelle waren mir die Parallelen zu Twilight und der Klischee-Überschuss ein wenig zu viel, aber – und das ist das Gute – dem Lesevergnügen hat dies bei mir nichts abgetan.

 

Ein großer Pluspunkt für mich – und das ist bei der Seitenzahl wirklich entscheidend – ist die gute Lesbarkeit. Für mich war „Crave“ ein kurzweiliges Lesevergnügen, einmal begonnen, war es schwer das Buch wieder wegzulegen. Die Autorin findet einen gelungenen Weg die Details der Welt einzufangen und dabei nicht zu sehr in den Beschreibungen sich zu verlieren. Außerdem ist der Mix aus humorvollen Szenen und spannender Action wirklich gelungen. Dennoch muss ich auch hier kurz anmerken, dass am Anfang viele Fragen im Kopf der Leser*innen hängen bleiben und es dauert eine kleine Weile, bis die ersten Fragen beantwortet werden. Tracey Wolff investiert hier viel Zeit und Seiten in den Aufbau der Welt und ich hoffe, dass die anderen Fragen in meinem Kopf im Folgeband beantwortet werden und der ein oder andere Charakter im kommenden Buch mehr Tiefe bekommt. 

 

 

Fazit:

„Crave“ hat bei mir für ein großartiges, kurzweiliges Lesegefühl gesorgt, fast war es, als wäre ich nochmal 18 und würde eine ähnliche Welt wie die von Twilight wieder entdecken. Aber auch für Leser*innen die bisher noch gar nicht in die Welt der mysteriösen Wesen eingetaucht sind, können hier eine spannende Geschichte mit Liebesdreieck, Intrigen, Geheimnissen und actiongeladenem Ende erleben. Natürlich bedient sich Tracey Wolff in der Klischee-Kiste, aber wer dies vor dem Lesen weiß und darauf einlässt, wird nicht genervt sein, sondern eher schmunzeln, bei der ein oder anderen Szene. Der zweite Band wird auch bei mir definitiv zum Erscheinungstermin einziehen und nicht lange darauf warten, gelesen zu werden. 

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  1. Hallöchen Sandra,

    ich bin in unserer Weibergruppe die Einzige, die noch nicht damit angefangen hat. Bisher zieht es mich nicht in diese Welt. Vielleicht habe ich irgendwann Lust aufs Hörbuch, ansonsten höre ich eurem Hype einfach zu 😉

    Liebe Grüße
    Tina

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