Buchrezension

[Rezension] Drive Me Crazy – Beth O’Leary

Oktober 28, 2021

Titel: Drive Me Crazy – Für die Liebe bitte wenden
Autorin: Beth O’Leary
Seitenzahl: 480
Verlag: Diana
Originaltitel: The Roadtrip
Übersetzerinnen: Pauline Kurbasik, Babette Schröder



Vielen Dank an den Diana-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!



Addie und Deb sind bereit für ihren kleinen Roadtrip zur Hochzeit ihrer guten Freundin. Der Weg bis nach Schottland ist lang, aber dank der passenden Playlist und guten Snacks kann eigentlich nichts schief gehen, auch wenn Rodney auf dem Rücksitz sitzt und eigentlich eher aus gutem Willen an Board ist. Dank eines Autounfalls wird der Mini jedoch voller als gedacht, denn Addies Ex Dylan und sein Freund Marcus sind nun auch an Board und damit ist die Katastrophe eigentlich schon vorprogrammiert. Ob sie wohl jemals die Hochzeit erreichen werden?

 

Nach den ersten beiden Romanen von Beth O’Leary war meine Erwartung an „Drive Me Crazy“ entsprechend hoch, aber zum Glück konnte mich die Autorin begeistern und ich wurde nicht enttäuscht. Dabei überrascht das Buch mit Kapiteln die nicht nur im „jetzt“, sondern auch im „damals“ spielen. Unsere Protagonisten Abbie und Dylan sind dabei als Ich-Erzähler tätig und lassen uns teilhaben an ihrer Geschichte. Und diese Geschichte ist voll von Liebe, Zweifeln, Schmerz und Freundschaft, denn vor knapp 1 1/2 Jahren ging ihre leidenschaftliche Beziehung in die Brüche und seitdem haben sie sich weder gesehen noch gesprochen. In der Geschichte rund um das „Jetzt“ erleben wir einen wirklich haarsträubenden, aber auch witzigen Roadtrip, in einem viel zu kleinen Auto und mit viel zu wenig Essen. Die Konstellation zwischen den Figuren sorgt natürlich für jede Menge Spannung und man spürt richtig zwischen den Szenen, dass es hier jede Menge zu erzählen gibt. 

 

Dafür bieten uns die „Damals“-Szenen jede Menge Stoff aus der Vergangenheit von Abbie, Dylan und ihren Freunden. Während bei den Szenen aus der Gegenwart vor allem Humor im Mittelpunkt steht, wird es bei der Vergangenheit vor allem traurig, aber auch wirklich schwierig. Der Beginn der Beziehung zwischen unseren beiden Protagonisten ist kompliziert und geprägt durch Leidenschaft, aber auch durch toxische Beziehungen zu verschiedenen Figuren. Dabei lässt Beth O’Leary nichts aus und zeigt durch Alkohol- und Drogenkonsum, wie falsch das Leben laufen kann und wie sehr Freundschaft in eine Abhängigkeit gerät. Diese Kapitel waren immer leicht schwermütig und damit natürlich schwieriger zu lesen, doch für das Verständnis der Geschichte entscheidenden, die Bedrückung bliebt jedoch. 

 

Doch auch wenn sich beide Blickwinkel in ihrer Stimmung unterscheiden, bietet der Roman ein wirklich kurzweiliges Lesegefühl. Erneut schafft es Beth O’Leary mich in ihren Bann zu ziehen und durch eine leichte, aber malerische Sprache, die Geschichte spannend zu gestalten. Die Figuren waren für mich greifbar, hatten Tiefe und, etwas was ich immer mehr zu schätzen weiß, es wurde größtenteils meiner Fantasie überlassen, wie ich mir diese vorstelle. Wie schon in den vorherigen Büchern bleibt es bis kurz vor Schluss spannend, man will unbedingt erfahren, wieso Dylan und Abbie nicht mehr zusammen sind. Was genau ist da passiert? Natürlich will ich das nicht verraten, aber ich wurde überrascht, auch wenn ich die Auflösung auf der zwischenmenschlichen Ebene schwer zu verdauen ist. Zum Schluss muss ich noch positiv erwähnen, dass ich es vom Diana-Verlag schön finde, dass alle bisherigen Beth O’Leary-Bücher in der deutschen Ausgabe in einem einheitlichen Cover erschienen sind und somit formvollendet schön aussehen.

 

 

Fazit:

Erneut konnte mich Beth O’Leary mit „Drive Me Crazy“ mit einer spannende und witzigen, aber auch ernsten Geschichte fesseln. Ich mochte die Protagonisten Abbie und Dylan sehr, auch oder vielleicht auch gerade, weil sie nicht perfekt sind, sondern Ecken und Kanten und damit Tiefgang beweisen. Ganz insgesamt hat „Drive Me Crazy“ eine drückendere Stimmung als die vorherigen Bücher der Autorin, das tut der Spannung jedoch nichts ab, und gerade die Kapitel aus der Gegenwart sprühen dennoch vor gewohnten Humor der Autorin. Erneut konnte mich eine Geschichte von Beth O’Leary von Anfang bis Ende begeistern.

 

 

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  1. Huhu Sandra,

    ich hab die Bücher immer noch nicht gelesen… irgendwann… Ich weiß, ich sag das jedes Mal. Obwohl mir die ersten beiden Bücher thematisch gerade mehr zusagen, glaub ich.
    Auf jeden Fall war das ein friendly reminder für mich, dass da immer noch was auf meiner WuLi steht.

    Liebe Grüße
    Tina

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