Buchrezension

[Rezension] Eine Therapie für Aristoteles – Melanie Sumner

Mai 7, 2016

Titel: Eine Therapie für Aristoteles
Autor: Melanie Sumner
Seitenzahl: 348
Verlag: Dumont
Originaltitel: How to Write a Novel

Worum gehts?
Aristoteles lebt mit ihrer Mutter und ihrem jüngerem Bruder in einem leicht chaotischen Haushalt. Seit ihr Vater gestorben ist lebt sie mit ihrer Familie in einer Kleinstadt und versucht aus dieser Tristheit heraus zu kommen. Als ihre Mutter ihr ein Buch schenkt, in dem es darum geht einen Roman in 30 tagen zu schreiben, beginnt das Schreibabenteuer für Aris in dem sie probiert all ihre Eindrücke literarisch festzuhalten und uns daran teil haben lässt.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist mal was wirklich anderes. Es war toll mit Aris zusammen in ihr chaotisches Leben abzutauchen und ihre Umwelt mit ihren Augen zu sehen. Ähnlich wie das Cover, will Aris eigentlich schlicht und wunderschön sein, aber dennoch verbirgt sich im Detail die wahre Schönheit ihrer Person.
Es ist schon zu erkennen, dass ich Aris als Protagonistin und Ich-Erzählerin dieser Geschichte wirklich mochte. Sie zeigt uns innerhalb der 30 Tage die es dauert, den Roman zu schreiben, wie ihr Leben läuft. Die Höhen und Tiefen, der Liebeskummer von ihr und dem der Erwachsenen, ihr seltsamer Bruder und der Schulalltag werden von ihr wunderbar ineinander verflochten und charakterisiert. Aris ist stark, aber eben auch nur ein Mädchen, dass vor der Pubertät steht und seit dem Tod ihres Vaters probiert schneller erwachsen zu werden als ihr gut tut. All diese Facetten machen sie zu einer Protagonistin zu der man gerne zurückkehrt.
Natürlich lebt die Geschichte auch vom Familienleben, daher sind Aris Bruder und ihre Mutter wichtige Nebenfiguren ohne die die Geschichte die Leben würde. Ihr Bruder war manches Mal ziemlich anstrengend, aber Aris weckt in uns immer wieder Verständnis für ihn, der doch nie seinen Vater kennen gelernt hat und darunter leidet. Ihre Mutter ist total überfordert, dass ist auch der Grund warum Aris so schnell erwachsen werden musste. Teilweise war sie mir deshalb auch unsymphatisch, weil sie einfach sich selbst vor ihren Kinder sah weshalb diese hin und wieder leiden mussten.
Durch den Umstand was der Roman darstellt, ist der Schreibstil auch etwas ganz besonderes. Zwar brauch man ein paar Seiten um Aris und ihre Gedankengänge zu verstehen, aber hat man einmal diese kleine Hürde überwunden macht das Lesen unglaublich viel Spaß.
Fazit:
Insgesamt konnte mich das Buch von Anfang an überzeugen, und ich kann nichts finden, was mir darin nicht gefiel. Zwar fehlte mir das Sahnehäubchen um 5+ Sterne zu vergeben, aber dennoch ist dieses Buch lesenswert und toll gemacht. Es zeigt auf eine eigene Art und Weise, den kurzen Lebensausschnit eines Mädchen in einer amerikanischen Kleinstadt.





Vielen Dank an BloggdeinBuch und DuMont für dieses tolle Rezensionsexemplar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert